Der Innenraum


Ein liturgischer Ort für Gottesdienste, Andachten, Feste, Besinnliches und Fröhliches. Die gestaltete Rückwand erzählt mit dem goldenen Strahl von der Verbindung zwischen Himmel und Erde - und die 50 Tafeln symbolisieren in ihrer aufsteigenden Bewegung die Auferstehung und zugleich die 50 Tage zwischen Ostern und Pfingsten.

 

Architekt Matthias Johannsen zur Umgestaltung 2006:  

"Das Ziel der jetzigen Umgestaltung war es, den sakralen Charakter wieder zu stärken, ihn aber mit einer deutlich helleren, fröhlicheren und feierlichen Grundstimmung zu versehen. In der Konzeption betonte der Kirchenvorstand, dieses Ziel vor allem in den Bereich Farbe, Licht und Fußboden zu verfolgen.

Farbe: Da die kräftigen Betonpfeiler ohnehin schon sehr massiv wirken, haben wir uns entschlossen, dieses nicht noch durch Farbe zu verstärken. Wände, Decke und Betonelemente sind in strahlendem fast ungetöntem Weiß und leicht abgesetzt in hellgrau gestrichen. Alle Einbauten und auch die Bodenbeläge erhielten harmonisch gedeckte helle Farbtöne. Der Raum soll hierdurch Ruhe ausstrahlen und nicht aufgeregt bunt wirken. Lediglich das Grün der Bänke ist etwas kräftiger, um die Gemeinde auch optisch im Zentrum näher zusammen zu rücken.

Bodenbelag – Materialien: Grau-braunes Steinzeug, ruhig und großformatig im Chorraum, fast unmerklich kleiner in den Seitenschiffen und dem Eingang, bildet das Hauptmerkmal der Bodenbeläge. Abgesetzt hiervon ist die zentrale hölzerne Fläche aus weiß geölter Eiche, auf der die Bänke stehen. Der Eichenbelag der Bankquartiere läuft die Stufen hinauf bis in den Altarraum und stellt so die Verbindung her zwischen Kirchenschiff und Chor.

Licht: Nicht die Leuchten, sondern das Licht steht im Vordergrund. Eine Mischung aus direkter und indirekter Beleuchtung mit Leuchten in der Decke, an den Wänden und hinter den Betonbindern ermöglicht eine Vielzahl von Lichtszenen für die unterschiedlichen Veranstaltungen. Wichtig neben einer guten Grundausleuchtung der Räume sind Akzente auf Kreuz, Altar, Kanzel und Taufe, die dem Chorraum eine besondere Lichtstimmung verleihen.


Alle diese Maßnahmen zusammen sollen dazu führen, den ursprünglichen Raum zu respektieren, seine Idee aber zu überlagern mit heutigen Sehnsüchten und Anforderungen und aus dieser Symbiose ein stimmiges Ganzes zu erzeugen.

Wir wünschen der Kirchengemeinde Lokstedt viel Glück in ihren neu gestalteten Räumen und hoffen, dass wir mit unserer Arbeit einen Teil dazu beitragen konnten, einen lebendigen Raum zu schaffen, der sie in ihren vielfältigen Gemeindeaktivitäten unterstützt, der Raum für Besinnung und Ruhe bietet, trotzdem aber den menschlichen Maßstab in den Mittelpunkt stellt."