Rimbert  ( 830 - 888 )

Rimbert (auch Rembert, Rambert oder Rembart) wurde als Adliger 830 in Westflandern geboren, im Kloster Thurolt (heute Turhout) erzogen und verstarb 888 in Bremen.

Auf Betreiben seines Förderers Ansgar erhielt er eine theologische Ausbildung und begleitete diesen dann lange Jahre bei dessen Missionsreisen, zu Synoden und Reichsversammlungen. An der Seite Ansgars erlebte er die Bedrohung Norddeutschlands durch die Wikingerzüge in der Mitte des 9. Jahrhunderts ebenso wie die Versuche Ansgars, die Mission in Schweden voranzutreiben.

All diese Ereignisse zeichnete Rimbert in der Vita sancti Ansgarii auf. Als Ansgar starb, wählten das Volk und der Klerus von Bremen Rimbert 865 zum neuen Erzbischof von Bremen und Hamburg, gerade um seiner politischen Erfahrung und seiner umfassenden Bildung willen.

Bei seinen Reisen begegnete er 873 in Frankfurt auch Kaiser Karl III. und heilte ihn. Bis 876 versuchte er erfolglos, die Missionierung Dänemarks und Schwedens fortzusetzen. Er stärkte die Stadt Bremen und das Erzbistum durch zahlreiche erworbene Privilegien, suchte stets politische Unterstützung für das Erzbistum bei den Kaisern und beim Reich.

Die Erinnerung an Rimbert ist trotz einer anonymen Biographie aus dem 10. Jahrhundert verblasst, er ist eher als Schriftsteller bekannt. Er war nicht der herausragende Stratege und Vordenker, eher ein Sanierer und Konsolidierer, sowohl für den Glauben und die Kirchenorganisation als auch für die Entwicklung der Stadt Bremen. Dennoch gehört er zu den großen Persönlichkeiten der Kirche im Norden, vor allem, weil seine stille Arbeit die Kirche festigte und in Norddeutschland verankerte.